Gesichtspunkte
zum Schulbeginn

Gesichtspunkte zum Schulbeginn
Das gesunde bzw. gesundende Hineinführen der Kinder in den Schulalltag

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist für die Kinder eine große Umstellung und erfordert viel Kraft. Im Sinne der Salutogenese (Gesundheitsforschung) wirkt es gesundend, wenn ich die Welt als sinnvoll, verstehbar und gut zu handhaben erlebe. Der rythmische Verlauf des Schulvormittags trägt dazu bei, die Lebensprozesse der Kinder zu harmonisieren. Viel Bewegung, Geschicklichkeitsübungen und ein gesundes Frühstück bilden die physische Grundlage. Eine an die Aufnahmegespräche anknüpfende, enge Zusammenarbeit mit der Schulärztin und dem Heileurythmisten unterstützen den Klassenlehrer in diesem Bereich.

Das wachsame Begleiten der sozialen Prozesse, die zur Bildung einer Klassengemeinschaft führen

Viele Kinder kennen sich bei Schulbeginn noch nicht und es ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Lehrer, die Kinder in der Gestaltung ihrer Klassengemeinschaft zu begleiten. In Gesprächen werden immer wieder gelungene Begegnungen und Konflikte angeschaut und besprochen. Gemeinsam werden die Grundlagen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und Möglichkeiten einer gegenseitigen Wertschätzung und Unterstützung gelegt. Dies sind Voraussetzungen für das Entstehen einer Gemeinschaft, die lange Zeit miteinander leben und lernen wird. Eine empathische Stimmung und ein entspannter Umgang mit allen Klassenkameraden bildet eine gute Grundlage für das gemeinsame Lernen.

Das Bilden einer breiten, lebendigen und spirituellen Basis für das schulische Lernen

In den ersten beiden Schuljahren wechseln sich Epochen in den Fächern Formenzeichnen, Rechnen und Schreiben ab, in denen die Inhalte aus Bildern entwickelt werden. In allen Fächern gehen wir von einer Ganzheit aus, die auch im Sinne der Salutogenese (Sinn, Verständnis und Handhabbarkeit) verstanden werden kann. Immer wieder erlebt das Kind, wie es selbst in die Welt eingebettet ist und zu allem einen persönlichen Bezug entwickeln kann. Dies verleiht dem später immer mehr kognitiv geprägten Lernen eine an den Menschen angeschlossene Begründung.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern

In allen Bereichen ist uns eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, im Sinne einer Erziehungspartnerschaft, sehr wichtig. Wir veranstalten vier bis fünf Elternabende im Jahr, besuchen die Kinder zuhause und bieten Gespräche an.

Das erste Schuljahr
In diesem Alter lebt das Kind noch ganz in der Nachahmung. Der begonnene Zahnwechsel signalisiert, dass die Denkkräfte frei werden. Jetzt braucht der Schüler die gelebte Autorität des Klassenlehrers.

 

• Übergang vom Kindergarten in die Schule

• Bilden der Lern- und Sozialgemeinschaft

• Rhythmischer Verlauf des Schulvormittags mit viel Bewegung, Singen, Verse und Fingerspiele

Fächer und Epochen

Rechnen, Schreiben, Formenzeichnen, Englisch, Französisch/Russisch, Malen, Flöten, Handarbeit, Religion, Turnen, Eurythmie, Waldtag

• Schreiben der Großbuchstaben

• Zählen und Rechnen im Zahlenraum bis 20

• Farbbegegnungen in Aquarell

• Formenzeichnen: Krumme und gerade Formen

• Handarbeit: Stricken des Flötenbeutels

Projekte

Adventsgärtlein

Schulgarten: Sonnenblumen pflanzen für die nächste erste Klasse

Das zweite Schuljahr
Durch rhythmische Elemente wird den Zweitklässlern dazu verholfen, im Groben wie im Feinen immer geschickter zu werden. Damit wird unter anderem auch das Wir-Gefühl der Klassengemeinschaft gestärkt.

Fächer und Epochen

Rechnen, Schreiben, Formenzeichnen, Englisch, Französisch/Russisch, Malen, Flöten, Handarbeit, Religion, Turnen, Eurythmie, Waldtag

• Schreiben der kleinen Druckbuchstaben mit Buntstiften

• Zählen und Rechnen im Zahlenraum bis 100

• Mündliches Erlernen der vier Grundrechenarten

• Erzählstoff: Fabeln, sinnige Geschichten und Heiligenlegenden

• Formenzeichnen: Spiegelformen

• Handarbeiten: Häkeln

Projekte

Schulgarten: Arbeit auf dem Kartoffelacker

Das dritte Schuljahr
Abschied und Ankunft. Was braucht man als Mensch auf der Erde? Nahrung, Kleidung und eine Behausung. Um den Schmerz des verlorenen Paradieses der ersten Kindheitsjahre überwinden zu können (Rubikon), finden die Schüler Ausgleich in den praktischen Epochen in dritten Klasse.

Fächer und Epochen

Rechnen, Schreiben, Formenzeichnen, Englisch, Französisch/Russisch, Malen, Handarbeit, Religion, Turnen, Eurythmie, Musik, Übstunden

• Handwerkerepoche, alte Gewerke

• Hausbauepoche

• Ackerbauepoche mit pflügen, sähen, ernten, mahlen und backen

• Schreiben der Schreibschrift mit dem Füller

• Schriftliches Rechnen der vier Grundrechenarten

• Erzählstoff: Ates Testament

• Formenzeichnen: Harmonische Formen

• Musik: Singen im Kanon

• Gegenständliches Malen

Projekte

Schulgarten: Kartoffelernte, Arbeit auf dem Getreidefeld

Köhlerei: Herstellung von Holzkohle

Das vierte Schuljahr
Das frühere Eins-Sein mit der Welt ist verlorengegangen. ICH und WELT stehen sich gegenüber. Ein Bruch ist geschehen. Auf diese besondere seelische Situation der Kinder bzw. Schüler antworten die Epochen der vierten Klassenstufe.

Fächer und Epochen

Rechnen, Schreiben, Formenzeichnen, Englisch, Französisch/Russisch, Malen, Musik, Handarbeit, Religion, Turnen, Eurythmie, Übstunden

• Sprachkunde: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

• Zu den vier Grundrechenarten kommt das Bruchrechnen

• Naturkunde: Menschen- und Tierkunde

• Heimatkunde: erster Geschichts- und Geografieunterricht

• Germanische Mythologien (Stabreim)

• Erzählstoff: Heldensagen

• Formenzeichnen: Flechtbandornamente, Knoten, Knüpfen

• Handarbeit: Kreuzstich

Projekte

Johannispiel

Gartenbau: Getreide dreschen, mahlen und backen

Fahrradprüfung

Das fünfte Schuljahr
In der fünften Klasse stehen die Schüler in der Mitte der Kindheit. Das größere Raum- und Zeitbewusstsein wird nun in der ersten Epoche der Geschichte, Geografie und der Pflanzenkunde aufgegriffen. Diese Epochen, die Sprachenkunde, das Dezimalrechnen und die Freihandgeometrie bestimmen die 5. Klasse.

Fächer und Epochen

Deutsch, Englisch, Französisch/Russisch, Mathematik, Handarbeit, Turnen, Eurythmie, Musik, Malen, Übstunden, Geschichte, Geografie, Gartenbau, Werken

• Freihandgeometrie

• Geografie

• Tierkunde

• Pflanzenkunde

Projekte

Sport: Griechische Spiele

Vorbereitung des Johannifeuers

Das sechste Schuljahr
Das zwölfte Lebensjahr: Nicht mehr Kind und noch nicht Jugendlicher. Wie gestaltet sich der Übergang? Der Klassenlehrer wird zum „Scheuerpfahl“ im Umgang mit Konflikten. Schüler brauchen Orientierung in ihrem schwankenden Gefühls- und Willensleben, suchen Autorität im Übergang hin zum selbstständigen Urteilsvermögen. BEZIEHUNG ist in der sechsten Klasse gefragt.

• Letztes Jahr der Klassenlehrerzeit

Fächer und Epochen

Deutsch, Englisch, Französisch/Russisch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Handarbeit, Turnen, Eurythmie, Musik, Malen, Werken, Gartenbau, Übstunden, Physik, Chor

• Astronomie

• Geometrie

• Geologie, Steinkunde

• Anlegen eines Gemüsebeets

Projekte

Mehrtägige Naturerlebnisfahrt

Verkehrserziehung: Aktion Toter Winkel

Flyer Unterstufe

Mittelstufe

Die Klassenstufen 7 bis 8

Einschulung

Erstklässler willkommen!
Anmeldung für die erste Klasse. Ihr Wegweiser zur Einschulung an die Waldorfschule Aalen.

Schulwechsel

Schulwechsler willkommen!
Ein Einstieg ist zu jeder Zeit in jede Klassenstufe möglich. Informieren Sie sich direkt bei uns.

21 Fragen

… an die Waldorfschule – oder was Sie schon immer über die Waldorfschule wissen wollten.